47. Großsteingräber im Kreis Segeberg - bei Bornhöved

für Interessierte: ein wenig wissenschaftlicher Hintergrund zu den Großsteingräbern --> hier klicken 
Grabbewertung: (+++) unbedingt ansehen, (++) sollte man gesehen haben, (+) wenn man schon mal da ist..., (-) nur für Fanatiker
 

287. Tarbek 1 (231, LA 2)

288. Tarbek 2 (232, LA 3)
289. Tarbek 3 (LA 1)  
   
   

(die 100/200er Nummern hinter den Gräbern geben die offizielle Katalogisierung der Großsteingräber nach E. Sprockhoff wieder)


287. Großsteingrab Tarbek 1 = Tarbek LA 2, östlich von Bornhöved (++), Sprockhoff-Nr. 231

Das rechteckige Hünenbett 1 von Tarbek ist noch so gut erhalten, dass man seine Größe von 78 mal 6 m gut nachvollziehen kann. In der westlichen Hälfte der Umfassung befindet sich eine relativ gut erhaltene, querstehende Grabkammer (erweiterter Dolmen) mit den Innenmaßen 2,2 x 1,2 m. Einer der beiden Decksteine wurde entfernt. Der Eingang zeigt nach Süden. 1953 wurde diese Kammer ohne besondere Befunde untersucht. Drei in der Osthälfte der Umfassung liegende Steine könnten einmal zu einer zweiten Kammer gehört haben.

Westlich dieses Langbettes soll sich ein weiteres Hünenbett befunden haben, das 1910 geschleift worden ist, d.h. alle Steine wurden weggeschafft.

Position Garmin: N 54° 03,608', E 10° 16,390';
GoogleEarth: 54° 03,609' N, 10° 16,384' O
Der Weg zum Grab mit GoogleMaps

Für Geocacher: In der Nähe dieses Großsteingrabes gibt es den Geocache GC1GW1V (www.geocaching.com)


288. Großsteingrab Tarbek 2 = Tarbek LA 3, östlich von Bornhöved (+), Sprockhoff-Nr. 232

Etwas weiter östlich liegt das zweite Hünenbett, das mit 90 m Länge noch etwas größer gewesen sein dürfte. Dieses Langbett war offenbar leicht trapezförmig; am Westende war es 6 m, und am Ostende 3 m breit. Allerdings ist das Ostende in sehr schlechtem Zustand, außerdem wurden dort in neuerer Zeit massenhaft gesammelte Feldsteine abgelagert. Von der fast vollständig geplünderten Grabkammer ist nur noch ein Stein und eine große Vertiefung übrig. Auch hier dürfte es sich um einen querstehenden, erweiterten Dolmen gehandelt haben.

Position GoogleEarth: 54° 03,589' N, 10° 16,547' O
Der Weg zum Grab mit GoogleMaps


289. Grabhügel Tarbek, östlich von Bornhöved (+)

Dieser mächtige Grabhügel (LA 1) wurde von den Archäologen in die Jungsteinzeit datiert. Es ist also möglich, dass sich in seinem Inneren noch ein Großsteingrab befindet.

Position GoogleEarth: 54° 03,465' N, 10° 16,479' O
Der Weg zum Grab mit GoogleMaps


Die Tarbeker Großsteingräber liegen östlich der von Schmalensee nach Tarbek führenden Straße in den Wiessen. Um sie zu erreichen muss man Zäune überklettern. Der Einstieg ist durch ein Info-Schild des archäologischen Landesamtes gekennzeichnet. Relativ nah an der Straße liegt LA2. Von ihm gelangt man zu dem weiter östlich und etwas höher gelegenen LA 3. Der Grabhügel LA 1 liegt quer durch die Wiese südlich von LA 3.

1833 wird noch berichtet, dass Tarbek und seine Umgebung bei den Heiden ein heiliger Ort gewesen sei, weil dort zwischen dreißig und vierzig Hünengräber und Riesenbetten zerstreut umherliegen. Heute sind es leider erheblich weniger.

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C: Bernd Rothmann - Seite erstellt 2015, derzeitige Version Nr. 4 - zuletzt geändert 29.6.2015 - Fotos von 2015 - bisherige Besucher: