Einleitung

Als ich Ende der 90er-Jahre aus beruflichen Gründen nach Ahlhorn im Landkreis Oldenburg zog, faszinierte mich sofort die große Zahl an vorzeitlichen Stein- und Hügelgräbern, und ich wendete mich diesen steinernen Zeitzeugen unserer Vorgeschichte in meiner Freizeit ausgiebig zu. Ich habe meine intensive Bestandsaufnahme im Frühsommer 2006 in der Wildeshauser Geest begonnen und in den folgenden Jahren immer weiter ausgedehnt (Vechta, Cloppenburg, Emsland, Osnabrück, Ammerland, Ostfriesland, Fallingbostel). Seit 2011 bin ich auch im östlichen Schleswig-Holstein unterwegs.
Grundlage meiner Nachforschungen sind u.a. der 1. und der 3. Band des Atlas der Megalithgräber Deutschlands von E. Sprockhoff, das deutsche Standardwerk schlechthin.
Band 1 (Schleswig-Holstein)  wurde 1966 veröffentlicht, die Besuche der Megalithgräber durch Sprockhoff u.a. erfolgte in den Jahren 1933 bis 1965. Die dargestellten Befunde sind also bis zu 84 Jahre alt.
Band 3 (Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen) wurde zwar erst 1975 von G. Körner fertiggestellt. Aber Sprockhoff und Schwieger haben die meisten niedersächsischen Großsteingräber in der Zeit zwischen 1926 und 1930 besucht. D.h. die bei Sprockhoff wiedergegebenen Skizzen der Gräber sind bis zu 91 Jahre alt. Die Beschreibungen und Überarbeitungen im Textteil 3 durch Körner sind z.T. auch über 40 Jahre alt.

Deshalb fand ich es befremdlich, dass in nahezu allen neueren Publikationen und Hinweistafeln stets die alten Skizzen von Sprockhoff und Schwieger abgedruckt werden, die z.T. gar nicht mehr den tatsächlichen Zustand der Gräber wiedergeben. Teilweise wurden die Gräber seitdem aufwändig restauriert, teilweise wurden Steine gestohlen.
Mich hat deshalb interessiert, systematisch den heutigen Zustand der Megalithgräber zu dokumentieren und ich habe alle hier beschriebenen Großsteingräber und Findlinge selbst besucht. Teilweise war es erschreckend, in welch ungepflegtem Zustand die weniger bekannten Großsteingräber sind; niedriges Gesträuch und Ranken wuchern alles zu, und zwischen den Steinen wachsen junge Bäume heran, die in einigen Jahren gewiss großen Schaden am archäologischen Befund anrichten werden.
In Abstimmung mit dem Forstamt Ahlhorn und dem Niedersächsischen Landesamt für Denkmalpflege führte ich deshalb im Landkreis Oldenburg in den Jahren 2006 - 2016 regelmäßige, oberflächliche Aufräumaktionen an den Großsteingräbern durch, wobei zumindest der Wildwuchs entfernt wurde. (siehe auch www.b-rothmann.de/ehrenamt.

2016 zog ich von Ahlhorn in die Region Hannover, so dass seit dem die Seiten der Wildeshauser Geest, des Emslandes und der Landkreise Cloppenburg und Osnabrück nicht mehr aktualisiert werden. Sie wurden mit Stand 2016 eingefroren.

Die auf diesen Seiten abgebildeten Fotos sind alle seit dem Sommer 2006 oder später entstanden. Ausnahmen bilden lediglich die historischen Fotos (1984) und die Abbildungen ausländischer Megalithanlagen. Die Skizzen mit der Lage der Steine geben ebenfalls den Zustand seit 2006 wieder.
Ich bin überzeugt, mit dieser Homepage die aktuellsten und umfassensten Informationen zu den hier beschriebenen Großsteingräbern präsentieren zu können. Dies gilt für die 39 Großsteingräber in der Wildeshauser Geest, die 14 Anlagen im Kreis Cloppenburg, 60 Großsteingräber im Emsland, 42 Gräber im Osnabrücker Land, bisher 79 in Schleswig-Holstein und andere Gräber auf dieser Homepage.
Insgesamt werden auf diesen Seiten z.Z. Informationen zu ca. 275 Großsteingräbern präsentiert.

Von 2011 bis 2016 war ich ehrenamtlicher Beauftragter für archäologische Denkmalpflege im Landkreis Oldenburg und Mitglied in mehreren archäologischen Arbeitskreisen und Vereinen*. Daraus resultierten wertvolle Impulse zur weiteren, fachlichen Ausgestaltung der Homepage.

Um anderen Begeisterten das Aufsuchen der Gräber zu erleichtern, habe ich auf den jeweiligen Seiten Lagepläne auf Basis von Karten von GoogleMaps (www.maps.ggogle.de) eingefügt. Google gestattet freundlicherweise die Nutzung der Satellitenkarten für nichtkommerzielle Zwecke.
Bei vielen Gräbern habe ich GPS-Daten angegeben. Diese wurden zum einen von mir selbst vor Ort gemessen und sind ohne Gewähr. Zum anderen habe ich auch die Koordinaten angegeben, die
GoogleEarth (www.earth.google.com) zu entnehmen waren.

Zu vielen Großsteingräbern werden übrigens ausgezeichnete Radtouren und Wanderungen von den Gästeführer/innen der jeweiligen Gemeinden angeboten. Auf wunderschönen Wegen geht es nicht nur zu den berühmtesten, sondern auch zu den weniger bekannten Plätzen, die sonst nur schwer zu finden sind. Daneben werden fachkundige Informationen, Sagen und Legenden, Geschichten am Rande und sonstige Sehenswürdigkeiten präsentiert.

Die Homepage steht jetzt im elften Jahr im Netz und ich habe mich sehr gefreut, dass andere Megalith-Fans bereits Kontakt mit mir aufgenommen und Hinweise zu offene Fragen gegeben haben, die ich auf diesen Seiten immer wieder präsentiert habe. Falls mir jemand irgendwelche nützlichen Informationen zu den Vorzeitgräbern geben kann, bin ich für jede E-Mail an meine Adresse dankbar. Wenn jemand Fragen hat, beantworte ich sie gerne:
bernd.rothmann(at)web.de.

Der Name der Homepage leitet sich übrigens von den hier beschriebenen steinernen Zeitzeugen ab, kurz www.steinzeugen.de.

direkt zu den Großsteingräbern
in Niedersachsen             in Schleswig-Holstein


*  Ich war aktiv und passiv in folgenden archäologischen Arbeitskreisen tätig:

 
~ 1 ~


C: Bernd Rothmann - Seite erstellt 2006, derzeitige Version Nr. 4 - zuletzt geändert 20.12.2017 - bisherige Besucher: