20. Großsteingräber  im Emsland - Kreis Aschendorf-Hümmling - 3 (Lahn / Hüven)

für Interessierte: ein wenig wissenschaftlicher Hintergrund zu den Großsteingräbern --> hier klicken 
Grabbewertung: (+++) unbedingt ansehen, (++) sollte man gesehen haben, (+) wenn man schon mal da ist..., (-) nur für Fanatiker
 

92. An der Kölkesdose - Lahn IV (837)

93. Lahn V (838)

94. Lahn II (839)

95. Lahn I (840)

96. Lahn III (841)

97. Volbers Hünensteine - Hüven Nord (842)

98. Hüven Süd (843)

 

(die 800er Nummern hinter den Gräbern geben die offizielle Katalogisierung der Großsteingräber nach E. Sprockhoff wieder)


92. Großsteingrab an der Kölkesdose - Lahn IV, südwestlich von Lahn, (-), Sprockhoff-Nr. 837

Mir persönlich hat das Grab nur wenig gefallen, denn es stellt eigentlich nur eine große Gruppe von Steinen dar. Durch den Bewuchs ist eine klare Vision eines Großsteingrabes nahezu unmöglich. Hinzu kommt noch, dass "gutmeinende" Menschen weitere Feldsteine an der Stelle abgelagert haben, die nicht zum Grab gehören. Das Grab war 1953 ausgegraben worden, dabei wurde in der Erde über einem der Decksteine eine Urnenbestattung der vorrömischen Eisenzeit freigelegt. Im Hügel rund um das Grab konnten 18 weitere Brandbestattungen ermittelt werden. Heute ist von diesem Hügel nichts mehr zu erkennen. Eine weitere Untersuchung fand 1989 statt.
In der Skizze unten sind die Steine des Grabes verzeichnet. Die grün markierten sind bei Sprockhoff 1926 noch nicht vermerkt. Der große stein im Nordwesten dürfte ursprünglich zum Grab gehört haben, die kleinen in Südwesten könnten vom Acker stammen.

Etwa auf halber Strecke zwischen Hüven und Lahn führt die Landstraße durch einen Wald. Unmittelbar davor muss man nach links abbiegen und bis zum Ende der Bäume fahren. Dann folgt man dem Feldweg nach Norden und Westen. Das Garb liegt in einer kleinen Grehölzgruppe.
Position: Garmin:
N 52° 48,052’, E 7° 34,720’; Google Earth: 52° 48’ 03,34” N, 7° 34’ 43,77” O
Der Weg zum Grab mit GoogleMaps

          

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93. Großsteingrab
Lahn V, südwestlich von Lahn, (-), Sprockhoff-Nr. 838

Das Grab ist zwar klein und unscheinbar, aber noch gut erhalten. Ein Deck- und mindestens ein Tragstein fehlen. Der von Sprockhoff außerhalb des Grabes eingezeichnete Stein (in der Skizze rötlich) wurde entfernt.
Um das Grab zu erreichen, muss man sich von der Landstraße Hüven-Lahn genau an der Stelle nach links in den Wald eindríngen, wenn rechts die Felder aufhören. Als Besonderheit ist diese Kammer in nord-südlicher Ausrichtung gebaut.

Position: Garmin: N 52° 48,041’, E 7° 38,118’, Google Earth: 52° 48’ 02,19” N, 7° 35’ 06,85” O
Der Weg zum Grab mit GoogleMaps



94. Großsteingrab Lahn II, nordöstlich von Lahn, (-), Sprockhoff-Nr. 839

Nordöstlich von Lahn liegen an der Straße von Lahn nach Wehm zwei stark zerstörte Großsteingräber. Von Lahn II sind noch 4 Steine erhalten, wobei die eigentliche Grabanlage nicht mehr zu erkennen ist. Sprockhoff glaubt, dass die Kammer 12 m x 2 m groß gewesen sei.

Lahn II (839) kann man relativ einfach erreichen, wenn man gemäß der bei 841 gezeigten Karte vor den Gehöften von der Landstraße von Lahn nach Wehm nach links in den Feldweg einbiegt und hinter dem Privatgelände einem Pfad nach Nordosten folgt. Kurz vor dem nächsten Anwesen liegt das Grab links im Gehölz.

Position: Garmin: N 52° 49,467’, E 7° 37,961’, Google Earth: 52° 49’ 27,49” N, 7° 37’ 59,20” O

95. Großsteingrab Lahn I, nordöstlich von Lahn, (-), Sprockhoff-Nr. 840

Das Grab liegt in Form von sechs einzelnen, in den Rasen eigelassenen Findlingen in einem Privatgarten und kann in der Regel nicht besucht werden. Es kann kaum mehr gesagt werden, ob es sich um Trag- oder Decksteine handelt. Als Sprockhoff das Grab 1926 aufsuchte, fand er noch die Reste eines 35 x 18 m großen Hügels. 1893 soll es noch 20 Trag, 2 Deck- und 10 Einfasssteine gegeben haben.

Position: Garmin: N 52° 49,438’, E 7° 38,000’, Google Earth: 52° 49’ 28,16” N, 7° 38’ 02,97” O
Der Weg zu den Gräbern mit GoogleMaps

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96. Großsteingrab Lahn III, nordöstlich von Lahn, (++), Sprockhoff-Nr. 841

Stark zerstörte, aber ansehnliche Kammer (17,5 x 1,6 m) in de Resten eines länglichen Hügels, von der nur noch einzelne Steine erhalten sind (u.a. 4 Decksteine und das Bruchstück eines fünften Decksteins), die ziemlich durcheinandergeworfen sind. Bei meinem Besuch habe ich mitten im Grab und etwas außerhalb zwei Steine vorgefunden, die Sprockhoff nicht verzeichnet hat.

 

Man folgt der Straße von Lahn nach Wehm (Wehmer Str.) nach Osten, bis etwa in der Mitte zwischen den Orten beidseitig der Wald beginnt, biegt dort nach links ab und folgt dem Feldweg entlang des Waldrandes. Die Lage des Grabes ist ausgeschildert.
Position: Garmin:
N 52° 49,626’, E 7° 38,465’, Google Earth: 52° 49’ 37,44” N, 7° 38’ 27,71” O
Der Weg zum Grab mit GoogleMaps

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97. Volbers Hünensteine - Hüven Nord, nördlich von Hüven, (+++), Sprockhoff-Nr. 842

Wunderschönes 22 x 10 m großes Großsteingrab mit sehr gut erhaltener ovaler Einfassung, wobei die Einfasssteine für eine Emsländische Kammer relativ groß sind. Die Kammer misst 15 x 1,5 m, 25 Tragsteine und 8 der ehemals 11 oder 12 Decksteine liegen noch in Originallage. Die Kammer verjüngt sich zu den Enden hin auf 1 m. Ein Deckstein ist gespalten. Offenbar wird das Grab, wie auch Grab 843 vom örtlichen Heimatverein gut gepflegt.

 

  

 
Wenn man von Spahn kommt biegt man unmittelbar am Orteingang von Hüven nach Norden ab. Wenn die Straße beidseitig von Wald eingerahmt ist, muss man in den Waldweg nach links gehen, wo man das Grab nicht verfehlen kann.
Position: Garmin:
N 52° 47,368’, E 7° 33,288’, Google Earth: 52° 47’ 22,24” N, 7° 33’ 18,39” O
Der Weg zum Grab mit GoogleMaps

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98. Großsteingrab Hüven Süd, südlich von Hüven, (++), Sprockhoff-Nr. 843

Kleines, aber feines Grab mit einer 5 x 2 m großen Kammer, die in die Reste eines 22 x 16 m großen Hügel eingebettet ist. 7Trag-, 2 Abschluss- und 3 Decksteine liegen noch in Originallage.
Gegenüber der Sprockhoff'schen Bestandsaufnahme konnte ich zwei zusätzliche Steine (grünlich in Skizze) sehen. Ein Abschlußstein fehlt offensichtlich.

Man verläßt Hüven nach Süden. Wenn der erste Wald beginnt, muss man rechts in den Feldweg einbiegen und sich danach wieder rechts halten.
Position: Garmin: N 52° 46,605’, E 7° 33,428’, Google Earth: 52° 46’ 37,09” N, 7° 33’ 25,72” O
Der Weg zum Grab mit GoogleMaps

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C: Bernd Rothmann - Seite erstellt 2008, derzeitige Version Nr. 4 - zuletzt geändert 4.2.13 - alle Fotos von 2008 - bisherige Besucher: