16. Großsteingräber und Hügelgräber im Landkreis Cloppenburg
Löningen

für Interessierte: ein wenig wissenschaftlicher Hintergrund zu den Großsteingräbern --> hier klicken 
Grabbewertung: (+++) unbedingt ansehen, (++) sollte man gesehen haben, (+) wenn man schon mal da ist..., (-) nur für Fanatiker
 

74. Großsteingrab am Rathaus, Löningen (971)

75. Großsteingrab Werwe (972)

76. Großsteingrab Evenkamp (973)

 

(die 900er Nummern hinter den Gräbern geben die offizielle Katalogisierung der Großsteingräber nach E. Sprockhoff wieder)



74. Großsteingrab  (Hünensteine) am Rathaus, Löningen, (-), Sprockhoff-Nr. 971

Das sog. Großsteingrab am Löninger Rathaus (ehem. Bahnhof) ist leider eine sehr plumpe Nachahmung eines Megalithbaus, und dazu noch eine sehr schlechte. Denn die künstlich aufgestellten, relativ kleinen 18 Trag- und 7 Decksteine (siehe Foto links, in Skizze grau) liegen so dicht beieinander, dass gar keine Grabkammer gebildet wird. Um diesen Kunstbau und den Fahrradständer herum liegen im Boden eingesunken noch 4 Findlinge (in Skizze grün, siehe Foto unten), die die Reste eines tatsächlichen Großsteingrabes darstellen.
Sprockhoff hat hat 1929 noch 9 Originalsteine vorgefunden, ich vermute, dass 5 von ihnen in dem künstlichen Grab verbaut wurden. Das ursprüngliche Grab hat vermutlich genau in Ost-Westrichtung gelegen.
Die Grabanlage soll schon 1820 als zerstört bezeichnet worden sein.
Die Anlage liegt mitten in Löningen, unmittelbar am Rathausgebäude, das ehemals der Bahnhof war.
Position: Garmin: N 52° 44,171’, E 7° 45,514’; Google Earth: 52° 44’ 9,74” N, 7° 45’ 31,45” O

Der Weg zum Grab mit Google-Maps

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75. Großsteingrab von
Werwe, südwstlich von Werwe (+), Sprockhoff-Nr. 972

Von diesem Grosteingrab, das unter einigen Eichen mitten in einem Acker liegt, sind noch 7 Trag und 4 Decksteine erhalten. Der alte Grabhügel ist noch gut zu erkennen. Gegenüber Sprockhoffs Bestandsaufnahme 1929 hat sich keinerlei Veränderung ergeben.
Um zum Gab zu kommen, verläßt man die B 213 am Abzweig nach Werwe. Ganz zu Anfang biegt man im Ort nach rechts in die Straße "zu den Steingräbern" in Richtung Evenkamp ab. Das Grab liegt gegenüber der Einfahrt zum Hof Koperra
(siehe Plan unter 75.). Man besucht dieses Grab am besten außerhalb der Vegetationszeit.
Position: Garmin: N 52° 43,292’, E 7° 42,195’, Google Earth: 52° 43’ 17,31“ N, 7° 42’ 11,91“ O
Der Weg zum Grab mit Google-Maps

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76. Großsteingrab auf dem Ladenesch, östlich von Evenkamp (++), Sprockhoff-Nr. 973

Laut Beschreibung am Grab handelt es sich um eine 15 x 1,8 m große Grabkammer, die sich an den Enden auf 1,4 m verjüngt. Sie war von einer ovaler Einfassung umgeben, die zum größten Teil fehlt. Von den ehemals 23 Tragsteinen sind 3 verloren gegangen, von den ehemals 10 Decksteinen sind ein ganzer und ein zerbrochener noch vorhanden. Der Kammereingang an der südlichen Längsseite ist noch sehr gut zu erkennen und liegt nicht mittig, sondern um ein Joch nach Westen verschoben.

 

Vergleicht man die heutige Lage der Steine mit der Skizze von Sprockhoff, so hatte ich den Eindruck, dass nahezu alle im Nordosten liegenden Steine (rötlich) geringfügig nach Norden und nach Westen verschoben wurden. Zwei Steine (weiß) konnte ich nicht mehr auffinden.

 

Man kann das Grab sehr gut besuchen, wenn man vom Grab 972 weiter nach Westen fährt. Unmittelbar am Ortseingang von Evendorf führt ein Feldweg nach Süden direkt am links liegenden Grab vorbei.
Position: Garmin: N 52 43,041’, E 7° 41,853’,
Google Earth: 52° 43’ 2,50“ N, 7° 41’ 51,12“ O
Der Weg zum Grab mit Google-Maps

Nur wenig westlich dieses Megalithgrabes liegt am Feldweg ein bronzezeitliches Hügelgrab (in der Karte mit Nadel markiert).

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C: Bernd Rothmann - Seite erstellt 2008, derzeitige Version Nr. 4 - zuletzt geändert 26.1.13 -  Fotos von 2008 - bisherige Besucher: