44. Großsteingräber im Kreis Plön - rund um den Selenter See

für Interessierte: ein wenig wissenschaftlicher Hintergrund zu den Großsteingräbern --> hier klicken 
Grabbewertung: (+++) unbedingt ansehen, (++) sollte man gesehen haben, (+) wenn man schon mal da ist..., (-) nur für Fanatiker
 

255. Lammershagen (200)

256. Bellin  (zerstört) (201)

257. Rantzau (202)

258. Köhn (185)

259. Giekau (186)

260. Panker I (187)

261. Panker Il (188)

262. mögl. Ölbohm

(die 180/200er Nummern hinter den Gräbern geben die offizielle Katalogisierung der Großsteingräber nach E. Sprockhoff wieder)


255. Großsteingrab Lammershagen, südlich von Lammershagen (+), Sprockhoff-Nr. 200

Dieses Großsteingrab, das auf seinem gut ausgeprägten Hügel liegt, ist nur noch rudimentär vorhanden. Laut Sprockhoff soll die Kammer einmal 1,2 x 5 m groß gewesen sein. Die beiden größten Steine dürften Decksteine sein.
Ich habe dort einige Steine mehr gefunden, als in der alten Bestandsaufnahme von Sprockhoff verzeichnet waren (grün in Skizze markiert).

Um zum Grab zu gelangen, parkt man an Südende des Sees direkt neben der L 53 und läuft einen Knick (Feldhecke) entlang, der nach Osten führt. Nach ca. 300 m liegt der Hügel im Feld.

Position GoogleEarth: 54° 15,773' N, 10° 26,789' O
Der Weg zum Grab mit GoogleMaps


256. zerstörtes Langbett von Bellin, nordöstlich von Bellin, (+), Sprockhoff-Nr. 201

Von diesem ca. 20 x 5 m großen Hünenbett (Langbett) ist nur noch der Erdhügel erhalten. Alle Steine, d.h sowohl die Umfassungssteine als auch die Grabkammer sind entfernt worden.

Man fährt von Selent aus über Bellin auf der B 202 am See entlang nach Nordosten. Kurz bevor die Straße nach Osten abknickt führt ein Feldweg in südliche Richtung. Diesem folgt am zu Fuß bis kurz vor dem Anstieg des Waldes. Das Langbett liegt rechts ca. 200 m vom Feldweg entfernt oben auf einem Acker.

Position: Garmin: N 54° 17,213’, E 10° 29,341’, GoogleEarth: 54° 17,218' N, 10° 29,346' O
Der Weg zum Grab mit GoogleMaps


257. Großsteingrab Rantzau, westlich von Gut Rantzau, (?), Sprockhoff-Nr. 202

Dieses Grab liegt in einem Wald, der als Seeadlerschutzgebiet gesperrt ist. Bei meinem Besuchsversuch durfte ich den Wald nicht betreten. Laut Sprockhoff handelt es sich um einen 1 x 2 m großen erweiterten Dolmen, von dem noch sieben Steine erhalten sind.
Der Weg zum Grab mit GoogleMaps


258. Großsteingrab Köhn, westsüdwestlich von Köhn, (+), Sprockhoff-Nr. 185

Sprockhoff beschreibt ein ca. 40 x 5 m großes Hünenbett mit einer vermutlich quergestellten Kammer. Das Hünenbett ist heute noch nachzuvollziehen, obwohl viele Steine verschoben wurden. Aber auf eine Grabkammer habe ich keine Hinweise mehr finden können. Das Ende des Hünenbettes im Nordosten ist stark zerstört.

Man fährt vom Köhner Feuerwehrhaus aus über einen Feldweg in den Wald Biesterfeld hinein und durch den Wald hindurch. Am Ende des Waldes liegt rechterhand das Großsteingrab.

Position: Garmin: N 54° 20,229', E 10° 25,784', GoogleEarth: 54° 20,228' N, 10° 25,765' O
Der Weg zum Grab mit GoogleMaps


Im Wald Strezerberg östlich von Giekau und südwestlich von Panker liegen drei Hünenbetten, die mittels eines längeren Waldspazierganges besucht werden können.

259. Großsteingrab Giekau, östlich von Giekau, (+), Sprockhoff-Nr. 186

An der nordwestlichen Ecke des Waldes liegt ein fast total zerstörtes Hünenbett, das vor Ort nur schwer als solches zu erkennen ist. Laut Sprockhoff soll das Hünenbett 27 m lang und im Norden 12 und im Süden 8 m breit gewesen sein.
Interessant ist der einzige, dort verbliebener Deckstein, der ca. 30 Schälchen aufweist. Sprockhoff vermutet aber, dass dieser Stein erst in jüngerer Zeit dort abgelegt wurde. Ich habe zahlreiche Steine mehr gefunden (in Skizze grün  markiert), als Sprockhoff sie in seiner Bestandsaufnahme von  1933 dokumentiert hat. Vielleicht sind diese Steine auch später dort deponiert worden.

Südlich von Giekau geht von der L 259 die Straße "Ölbohm" ab, die durch die gleichnamige Siedlung bis zu einem Waldrand führt. Hier stellt man das Auto ab und folgt dem Waldweg nach Nordwesten. In der Nähe des Großsteingrabes sind die Waldwege kaum noch zu erkennen und man muss sich durch den Wald hindurch seinen Weg suchen.

Position: Garmin: N 54° 19,152', E 10° 31,897', GoogleEarth: 54° 19,179' " N, 10° 31,764' O
Der Weg zum Grab mit GoogleMaps

 

 


260. Großsteingrab Panker I, östlich von Giekau, (++), Sprockhoff-Nr. 187

Das Hünenbett Panker I wirkt durh seine Lage auf dem 87 m hohen Hügelrücken einen sehr imposanten Eindruck, zumal noch viele Umfassungsteine und die Grabkammer erhalten sind. Die Kammer ist ein erweiterter Dolem und steht schräg zur Ausrichtung des Hünenbettes. Das Bett ist 26 x 5 m groß, die Kammer mißt 2 x 0,8 m. Laut Sprockhoff (1933) sollen "neuerdings" viele kleine Steine hinzugefügtworden sein, so dass man kaum noch sicher erkennen kann, was ursprüngliche Steine des Hünenbettes sind.  So ist es nicht verwunderlich, dass ich zahlreiche Steine mehr gefunden habe (in Skizze grün  markiert), als Sprockhoff sie in seiner Bestandsaufnahme von 1933 dokumentiert hat. Vielleicht sind diese Steine auch später dort deponiert worden.

 

Südlich von Giekau geht von der L 259 die Straße "Ölbohm" ab, die durch die gleichnamige Siedlung bis zu einem Waldrand führt. Hier stellt man das Auto ab und folgt den Waldwegen nach Osten in die Nähe des Grundlos-Sees.
Die beiden Großsteingräber 187 und 188 liegen ohne ersichtlcihe Zuwegung auf einem kleinen Höhenrücken ca. 350 m westlich vom See.  An Grab 187 befindet sich eine Infotafel.

Position: Garmin: N 54° 19,015', E 10° 32,770', GoogleEarth: 54° 18,988' N, 10° 32,809' " O
Der Weg zum Grab mit GoogleMaps


261. Großsteingrab Panker II, östlich von Giekau, (++), Sprockhoff-Nr. 188

Dieses Grab dürfte nur noch in seinem nordöstlichen Ende erhalten sein und warvermutlich einmal viel länger.  Mittig im Südwesten liegt ein Stein, der ein Tragstein der ehemaligen Kammer gewesen sein könnte.

 

 

Der Weg zum Großsteingrab ist beim Grab 187 beschrieben.

Position: Garmin: N 54° 18,997', E 10° 32,787'; GoogleEarth: ca. 54° 18,996' N, 10° 32,803' O
Der Weg zum Grab mit GoogleMaps


262. mögliches Großsteingrab Ölbohm, östlich von Giekau, (-)

Ca. 400 m westlich der Stelle, wo man das Auto abstellen kann, fiel mir auf dem Weg vom Grab Giekau zu den beiden Panker-Gräbern südlich des Weges am ansteigenden Hang ein Hügel auf, auf dem und um den herum einige Findlinge lagen. Meines Erachtens könnte es sich hier um ein zerstörtes Großsteingrab handeln. Leider liegen mir keine Informationen über diesen Ort vor.

Position: Garmin: N 54° 19,017', E 10° 32,537'; GoogleEarth: ca. 54° 19,015' N, 10° 32,538' O
Die Lage mit GoogleMaps

 

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