8. Großsteingräber bei Sandhatten, Steinkimmen und Stenum

für Interessierte: ein wenig wissenschaftlicher Hintergrund zu den Großsteingräbern --> hier klicken 
Grabbewertung: (+++) unbedingt ansehen, (++) sollte man gesehen haben, (+) wenn man schon mal da ist..., (-) nur für Fanatiker
 

51. Großsteingrab Hatten 1 (925)

52. Großst.gr. Steenberg (Hatten 2) (926)

zur Übersichtskarte

53.-55. "Hünensteine 1-3", Steinkimmen (928-929)

56. Große Steine von Stenum (930)

(die 900er Nummern hinter den Gräbern geben die offizielle Katalogisierung der Großsteingräber nach E. Sprockhoff wieder)

Grab 924 liegt bei Rastede und wird auf einer anderen Seite behandelt.


51. Großsteingrab "Hatten 1" in Sandhatten (-),
Sprockhoff-Nr. 925
(in meiner Übersichtskarte die Nr. 51)

Dieses noch ca. 8 x 2 m große Großsteingrab liegt in einem eingezäunten, privaten Wiesengrundstück und kann, wenn überhaupt, nur im Winter besucht werden. Von der Straße aus kann man lediglich einige Findlinge in einem Gebüsch ausmachen.
Das Grab, von dem nur noch schäbige Reste erhalten sind, lohnt auch eigentlich keinen Besuch; es sind nur noch 6 Steine erhalten. 
Das Grab soll ursprünglich 12 m lang gewesen sein und wurde vermutlich bereits 1866 zerstört. 1934 wurde hier eine Grabung vorgenommen, bei denen ca. 5 Zentner Scherben freigelegt wurden, die 400 verschiedenen Gefäßformen zugeordnet werden konnten. Außerdem etwa 260 Feuerstein-Pfeilspitzen, Flintäxte und mehr als 40  Bernsteinperlen. Die zahlreichen Funde wanderten ins Museum nach Oldenburg. Interessant ist auch, dass in dem Grab später noch eine  bronzezeitliche Brandbestattung erfolgt ist.
In den 50er Jahren des vorigen Jahrhunderts hatte der Besitzer im Grab eine Kartoffelkuhle angelegt. Dabei kamen nochmals viele Scherben zum Vorschein, die u.a. von Kindern gesammelt und verkauft wurden.
(M. Fansa, Göttinger Schriften 29, 1982)
  D.h. dieses Grab muss einmal sehr bedeutend gewesen sein, bevor es zerstört wurde. 

Position: Garmin: N 52° 00,623’, E 08° 19,476’
              Google Earth: 52° 00'21,03" N, 8° 18'59,31" O

Der Weg zum Grab mit Google-Maps

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Die Anfahrt zum Steenberg ist dem Lageplan oben zu entnehmen. Man verläßt Sandhatten in Richtung "Ostrittrum" und folgt den Ausschilderungen zum Steingrab.

In alten Publikation wird dieses Grab als das Hünengrab bei Schohusen bezeichnet.

Position: Garmin:
N 52° 59,922’, E 08° 19,914’
              Google Earth: 52° 59'55,38" N, 8° 19'54,55" O

Der Weg zum Grab mit Google-Maps

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52. Großsteingrab Hatten 2 = "Steen-berg", südöstlich von Sandhatten (++), Sprockhoff-Nr. 926 (in meiner Übersichtskarte die Nr. 52)

Dieses zweite Sandhatter Großsteingrab kann besucht werden und hier lohnt sich der Besuch, denn das Ganggrab ist relativ gut erhalten und liegt unter malerischen Eichen. Die sechs großen Decksteine waren wohl der Anlass, warum die Hattener das Grab "Steinberg" (Steenberg, Stehenberg) nannten.
Die Kammer ist 16,5 x 2,5 m groß, 20 Tragsteine, d.h. alle bis auf 2, sind noch vorhanden. Außerdem gibt es noch Anzeichen, dass das Grab von einer ovalen Einfassung umgeben war.
Beim „Steenberg“ haben bisher keine Grabungen stattgefunden, und die Lage der Steine ist offensichtlich seit 1929, als Sprockhoff das Grab aufzeichnete, unverändert.
Im großen östlichen Deckstein befindet sich ein Bohrloch für eine geplante Sprengung.
Die große Eiche am Anfang des Grabes hat es bereits voll in Besitz genommen.
(Foto unten links)

Aprospos Besitz: Ende September 2008 meldete die lokale Presse den Verkauf des Großsteingrabes Steenberg durch das Forstamt Neuenburg an die Gemeinde Hatten. Der Bürgerverein Sandhatten hat am 20.9.08 die Pflege des Großsteingrabes übernommen und kurz danach mit Pflegearbeiten an der Grabanlage begonnen. Die gesamte Kammer wurde oberflächlich aufgeräumt, Wildwuchs wurde entfernt und das Ganze sieht jetzt sehr gepflegt aus (die Fotos geben noch den früheren Zustand wieder).


Steinkimmen, dessen Ortsname so etwas ja schon erahnen lässt, bietet nah beieinander gleich drei Großsteingräber. Die beiden gut erhaltenen sind leicht zu erreichen, das dritte wurde zerstört und ist schwerer zu besuchen.
Der Sage nach sind die Gräber das Überbleibsel von "ballspielenden" Riesen, die sich wohl gegenseitig die Steine zugeworfen haben.
Um die Steinkimmer Gräber zu besuchen, fährt man von Kirchhatten aus die L 888 in Richtung Dingstede. Bei Steinkimmen geht von L 888 rechts die Straße nach Bergedorf ab; an dieser Kreuzung sind die Hünensteine bereits ausgeschildert. An der Bergedorfer Straße liegt nach ca. 50 m rechts ein langgestreckter Parkplatz, an dessen Nordseite das Hünengrab 2 liegt.


54. "Hünensteine 2" bei der Neustadt in Steinkimmen (++), Sprockhoff-Nr. 928 (in meiner Übersichtskarte die Nr. 54)

Ich beginne mit den Hünensteinen 2, weil dieses Grab normalerweise immer zuerst besucht wird. Es liegt direkt an einem Parkplatz an der Straße nach Bergedorf.
Obwohl nur noch ein Deckstein in Originallage erhalten ist, macht die
23 x 2 m große Steinkammer trotzdem einen imposanten Eindruck (in älteren Quellen wird eine Größe von 30 x 11 m angegeben). Ich habe ca. 58 Steine gezählt, 6 davon dürften Decksteine gewesen sein. Einige Findlinge sind vermutlich Bruchstücke der zerstörten anderen Decksteine. Der ziemlich in der Mitte liegende Findling ist der sog. Tordeckstein, der auch den Eingang z.T. überdeckt hat. Man geht davon aus, dass die Kammer einmal 12 Decksteine gehabt hat. Beide Abschlusssteine markierne noch die Enden der Kammer. Der ehemals 3 m lange Zugang zur Kammer ist in der Mitte der Südseite ist klar zu erkennen (Foto rechts unten). 14 Steine sind der ovalen Einfassung zuzuordnen.
Die hellgrünen Kreisflächen in der Skizze rechts sind Bäume, die im Grab gewachsen sind. Die grün markierten Steine sind in Sprockhoffs Skizze von 1930 nicht vorhanden, der hellgraue, durchgekreuzte Stein war 1930 vorhanden und fehlt heute.

Für Geocacher: In der Nähe des Grabes gibt es den Geocache GC1NPBJ (www.geocaching.com)



 

1933 hatte man geplant, ein Großsteingrab in Steinkimmen auszugraben und zu rekonstruieren. Im Endeffekt war dann aber den Großen Steinen von Kleinenkneten der Vorzug gegeben worden, und man hat zwischen 1934 und 39 dort zwei Gräber ausgegraben und das größere rekonstruiert. --> Unstimmigkeiten bezüglich des infrage kommenden Steinkimmer Grabes.

Position: Garmin: N 53° 02,687’, E 08° 27,228’
              Google Earth: 53° 02'49,04" N, 8° 27'13,66" O

Der Weg zum Grab mit Google-Maps

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53. "Hünensteine 1" beim Moorkamp in Steinkimmen, (++), Sprockhoff-Nr. 927 (in meiner Übersichtskarte die Nr. 53)





1969 sollte am Grab eine neue Infotafel aufgestellt werden. Dabei wurden einige tiefstichverzierte Scherben gefunden, woraufhin der Bereich vor dem Eingang des Grabes genauer untersucht wurde. Man fand 1 Zentner Scherben, aus denen 17 Gefäße zusammengesetzt werden konnten, die ins Mittelneolithikum datiert wurden.
Ein teil der Gefäße hätte auch aus dem Hümmling oder dem niederländischen Drenthe stammen können. D.h. die übereinstimmende Töpferware läßt auf gute Handelsbeziehungen in den Westen schließen. Außerdem fanden sich Flintgeräte und ein kleines Bronzeröllchen.
(J. Eckert, Steinkimmen - Ein Rückblick, 2009; H.H. Steffens, Nachr. aus Ndrs. Urgeschichte 39, 1970; H.G. Steffens, Old. Jahr-buch 1969; M. Fansa, Göttinger Schriften 20, 1982)

Man verlässt den Parkplatz der Hünensteine 2 nach Süden, und biegt gleich nach links in den Fahrweg ein. Nach ca. 100m liegt an der nächsten Wegkreuzung das Großsteingrab "Hünensteine 1".
Dieses Grab sieht im ersten Eindruck ziemlich unordentlich aus, aber man kann die Form der 18 m langen Grabkammer noch gut erkennen. Einer der beiden erhaltenen Decksteine
(Foto links) ist sehr groß und liegt am Ostende etwas vor der Grabanlage entfernt.
Als 1969 eine Infotafel aufgestellt wurde, fand man dabei Scherben, Pfeilspitzen aus Feuerstein und ein kleines Kupferröllchen. Daraus konnte man das Grab auf den zeitraum von 3300 bis 3000 v.Chr. datieren.
Ich habe 27 Steine gezählt, von denen 2 Decksteine gewesen sein dürften. Der größte misst 3 x 2,5 x 1,5 m.
Gegenüber der Bestandsaufnahme von Sprockhoff 1930 konnte ich 4 Steine mehr entdecken, sie sind unten dunkelgrün markiert. (Die hellgrünen Kreisflächen sind Bäume im Grabesbereich).
Interessant bei diesem Grab ist, dass man hier beim Zerkleinern abzutransportierender Steine keine Sprengbohrungen vorgenommen hat. Statt dessen sind an drei Steinen deutliche Keilabdrücke zu erkennen, die man in die ursprünglich größeren Findlinge hineingetrieben hat. An einem Stein im Südosten sind sechs derartige Markierungen an den Bruchkanten zu sehen.

Position: Garmin: N 53° 02,816', E 08° 27,228’
              Google Earth: 53° 02'41,89" N, 8° 27'02,84" O

 

Der Weg zum Grab mit Google-Maps

Für Geocacher: In der Nähe des Grabes gibt es den Geocache GC3QMJD (www.geocaching.com)

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55. "Hünensteine 3" in der kurzen Heide am Horn, "im Horn", Steinkimmen, (-), Sprockhoff-Nr. 929 (in meiner Übersichtskarte die Nr. 55)

Die Hünensteine 3 wurden 1786 oder 1787 zerstört.
Im Februar 2007 konnte ich nur noch16 Steine zählen, 7 im äußeren und 9 im inneren Bereich des Grabes. Davon waren zwei bis drei vermutlich Decksteine, deren größter mit Sicherheit zu groß für einen Transport war.
52 Steine dieses Grabes sollen
für das Fundament des Mausoleums auf dem Oldenburger Gertrudenfriedhof verwendet worden sein, wobei kein Stein weniger als 400 kg gewogen haben soll. D.h. das Großsteingrab muss sehr eindrucksvoll gewesen sein.
In der Literatur wird mal vom Grabmal der Herzogin Elisabeth (Sprockhoff) und mal vom Grabmal der Herzogin Friederike von Holstein-Gottorp (E. v. Bengen) gesprochen. Ich habe diesen Friedhof besucht. Dort gibt es großes, mehrstöckiges Mausoleum der oldenburgischen Herzogsfamilie, in dem auch Elisabeth und Friederike beerdigt sind. Der Bau wurde vollständig aus Ziegeln errichtet und die Tür ist verschlossen. Wenn die Steine dieses Großsteingrabes dort verwendet wurden, müssen sie sich im Fundament des Mausoleums befinden
.
1895 sollen noch 17 Steine verblieben gewesen sein.
Sprockhoff hatte das Grab 1930 untersucht. In seiner Skizze sind noch zwei Steine mehr als heute zu erkennen (hellgrau und durchgekreuzt). Dafür liegt heute am Westrand ein zusätzlicher Stein, vermutlich wurde er aus der Mitte verlagert. Die hellgrünen Kreisflächen sind Bäume, die im Grab gewachsen sind.
1969 und 1985 wurden Untersuchungen an den "Hünensteinen 3" vorgenommen.

Man erreicht die Steine, indem man unmittelbar südlich der Kreuzung L288/Bergedorfer Str. den Feldweg nach rechts und dann wieder nach Süden wählt. Diesem Weg folgt man bis zum Ende, wo links in dem kleinen Wäldchen die Reste des Grabes liegen.
Der Feuerlöschteich, der nahe beim Grab liegt, ist das Ergebnis eines Sandabbaues, der 1976 erteilt worden war.

 

Position: Garmin: N 53° 02,457’, E 08° 27,060’
              Google Earth: 53° 02'27,33" N, 8° 27'03,71" O

Der Weg zum Grab mit Google-Maps

In der Denkmalliste von 1955 ist dieses Grab mit der Nr. 4, Flur 29, Parz. 309/33 verzeichnet.
In dieser Liste ist ein weiteres Megalithgrab mit der Nummer 54 aufgeführt, das ebenfalls in Flur 29, allerdings Parzelle 297/33 liegen sollte. Aus den alten Flurkarten ist jedoch ersichtlich, dass Parzelle 297 später in 309 umbenannt worden ist. Beide Gräber dürften somit identisch sein.


Großsteingrab am Barenkamp
Ein viertes Steinkimmer Megalithgrab lag westlich von Steinkimmen und nördlich des Weges zum Haus "An der Bäke". Auch von diesem Grab berichten die Quellen, dass es 1787 zersprengt und zum Bau des Grabmales der Herzogin Elisabeth verwendet worden sein soll. Hier sollen 1819 noch 23 und 1895 noch 17 Steine vorhanden gewesen sein. Die Skizze rechts wurde 1936 angefertigt. Das kleine Foto unten zeigt den heutigen Acker, auf dem nichts mehr auf ein Großsteingrab hinweist.
Es stellt sich die Frage, ob hier den Chronisten nicht Verwechselungen unterlaufen sind. Anderseits ist es aber auch möglich, das für den Bau des Mausoleums auf dem Oldenburger Gertrudenfriedhof zwei Großsteingräber geplündert wurden.
Lage des zerstörten Grabes bei Google Maps (nordwestl. Grab)

Der Hobbyarchäologe General Wardenburg hat 1813 in einer Skizze eine große Zahl geordneter Steine bei Steinkimmen eingezeichnet.
 

Auch bei Dingstede soll es früher Großsteingräber gegeben haben. Schließlich ziert ja auch ein Grab das Ortswappen.
7 Megalithanlagen sollen auf relativ engem Raum gestanden haben. Von 1780 wird berichtet, dass ein Bauer 16 Steine auf seinem Acker vergraben hat. Winkelmann, der Chronist des Oldenburger Herzogs, schreibt 1826 von 4 Hügeln, die aus Steinen in ovaler Gestalt gebaut seien und die wiederum von Steinen umgeben waren. Das hört sich nach Ganggrab mit Umfassung an.
Es ist heute nicht mehr ganz klar, ob dabei auch die Steinkimmer Großsteingräber gemeint waren, oder ob es sich um andere Gräber direkt bei Dingstede handelt.
Zwei Großsteingräber sollen auch auf dem Hasenkamp gestanden haben.

Zwei weitere Großsteingräber sollen nördlich von Steinkimmen in Kirchkimmen am sog. Kimmer Holz gelegen haben. Sie fielen 1829 dem Bau der Straße von Bremen nach Oldenburg zum Opfer, weil man Steine zur Fundamentierung brauchte. Die letzten Reste des nördlicheren Grabes ("Auf dem Geerden") fielen dem Bau der Autobahn A 28 zum Opfer, und auch das Grab auf dem Sonnenkamp ist heute nicht mehr vorhanden.
(W. Janssen-Holldiek: Die Bauerschaft Kirchkimmen und ihre alten Höfe, 1998)
Lage der beiden zerstörten Gräber bei Google Maps

zwei verschwundene Großsteingräber:
leerer Acker auf dem
Gerden und auf dem
Sonnekamp an der
Autobahn. 

Ebenfalls mindestens zwei Großsteingräber wurden in Lintel 1827 durch Straßenbau und vor 1866 beim Bau der Bahnlinie restlos zerstört. In Janßen-Holldieks Buch über die Dorfgemeinschaft Lintel von 1983 befindet sich eine Karte, in dem die ehemaligen Standorte dieser Gräber noch eingezeichnet ist, und die ich in GoogleMaps übertragen habe. Ein drittes Grab soll neben der Rehbäke gelegen haben.
(W. Janßen-Holldiek: Lintel: Siedlungsentwicklung eines Dorfes..., 1983)
Lage der beiden zerstörten Gräber bei Google Maps

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56. Die großen Steine von Stenum, am Westrand von Stenum (+), Sprockhoff-Nr. 930 
(in meiner Karte die Nr. 56)

Das Stenumer Grab liegt zwar sehr schön unter einer Eiche auf einer kleinen Anhöhe, aber das Grab selbst ist leider stark zerstört. Es existieren noch  21 Steine, die sich meist nicht mehr in ihrer ursprünglichen Lage befinden. 1907 sollen noch 22 Steine vorhanden gewesen sein, Sprockhoff nennt 1930 nur 18 Steine, in der Skizze im Atlas der Megalithkultur sind aber 23 verzeichnet. Von den drei Decksteinen liegt einer auf den Tragsteinen, die anderen wurden gesprengt, und ihre Trümmer liegen  in der Kammer. Der Südwest-Teil des Grabes wurde fortgeschafft, so dass die ursprüngliche Größe des Grabes nur geschätzt werden kann; es waren vermutlich 15 x 1,80 m.
Offenbar wurde am Grab häufig gearbeitet. Die größere Skizze oben gibt den heutigen Zustand im Vergleich zu 1930 wieder. Die kleinere Skizze darunter ist deutlich älter, und man sieht, dass die Steine früher z.T. anders lagen.

Position: Garmin: N 53° 04,497', E 08° 33,305'
              Google Earth: 53° 04'30,16" N, 8° 33'18,35" O
Der Weg zum Grab mit Google-Maps

Übrigens: Stenum heißt auf Neudeutsch Steinheim.

Für Geocacher: In der Nähe des Grabes gibt es den Geocache GCXJ1Y (www.geocaching.com)





1974 gab es eine heiße Diskussion, ob das Grab rekonstruiert und die fehlenden Steine durch solche aus Norwegen oder Wiefelstede ersetzt werden sollten. Offenbar wurde eine Entscheidung gegen den Wiederaufbau getroffen. 1974 wurden lediglich Auräumarbeiten rund um das Grab durchgeführt, wobei auch zahlreiche Roteichen gefällt wurden.

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In der Denkmalliste von 1955 ist außerdem ein Großsteingrab in Rethorn aufgelistet (Flur 9, Parz. 523/215). Dort ist heute nichts mehr davon zu sehen, statt dessen befinden sich ein restauriertes Backhaus und eine kleiner Teich an der Stelle.
In dieser Gegend sind in alten Quellen noch weitere Megalithanlagen verzeichnet:
- ein zerstörtes Großsteingrab bei Almsloh, das zuletzt im Oktober 1935 untersucht worden war.
- ein zerstörtes Großsteingrab beim Bahnhof Ganderkesee
--> Lage des zerstörten Grabes bei Google Maps
- ein
zerstörter, unbenannter Dolmen in Bookholzberg
- das
zerstörte Großsteingrab auf dem Butterfeld bei Steenhafe südlich von Stenum. In diesem Grab soll früher eine sehr arme Familie gewohnt haben. Weil dies dem Grundbesitzer mißfiel, ließ er das Großsteingrab entfernen.

 
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C: Bernd Rothmann - Seite erstellt 2006, derzeitige Version Nr. 4 - zuletzt geändert 03.07.2013 - Fotos von 2006+07 - bisherige Besucher: